Just my two cents

  • Da ich immer wieder irgendwelche Artikel finde, bei denen ich mir denke, dass man daraus eine vorzügliche Diskusion entspinnen könnte, oder bei denen mir einfach nur ein toller treffender Kommentar zu einfällt, ich aber hier keine passende Basis - sprich Topic - gefunden habe, um das zu veröffenltichen, habe ich ich mich entschieden einfach mal einen neuen Topic aus der Taufe zu heben, der mir genau diesen Zweck erfüllen wird ::):.
    Zu fröhlichem mitdiskutieren/kommentieren ist natürlich jeder eingeladen.


    Mein heutiges Stück ist ein spon Artikel, den ein Kommilitone von mir bei Facebook gepostet hat. Was ich davon halte steht unten.
    Wie ist eure Meinung dazu?



    Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/g…aft/0,1518,804696,00.html


    -


    Meine Meinung dazu, habe ich sehr kurz und prägnant gehalten. Ich hoffe der Hintergedanke kommt rüber:
    "Selten lebensfremder Artikel, der nicht mehr ist, als der fromme Wunsch eines ahnungslosen Autors nach einer moralischen Welt, die es heute in dieser Form nicht mehr gibt."

  • Seh ich persönlich ganz anders. Gerade in der aktuellen Welt, in der sich seit vielen Jahren Maßlosigkeit, Gier und ein verschobenes Verständnis von Moral als die große Tugend durchgesetzt hat, braucht es Figuren und Strömungen, die eben genau dies nicht tun & das authentisch. Wo kämen wir sonst hin?


    Ich stimme dem Artikel großteils zu. Kochsendungen kann man schon seit bestimmt 2 Jahren nicht mehr sehen. Zu viel, zu viel, zu viel...nervig. Köche, die sich als Experte, Lehrer, Entertainer bzw. als Klassenkasper verkaufen.
    Die McDonald's Werbung mit Schuhbeck ist wirklich sowas von verquer, dass es schon wieder lustig ist.

    "Es kommt der Tag, da will die Säge sägen."

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  • Wenn ich "Lieber Alfons Schuhbeck, ich sage es mal ganz direkt:" lese bringt mich das direkt dazu die folgenden Absätze zu überspringen um dann von "Nun möchten Sie, lieber Herr Schuhbeck, sicherlich gern wissen," genötigt zu werden den Rest auch zu überspringen. Ich hab dann nochmal geguckt ob ich ein "Ihr Franz Josef Wagner" am Ende finde; da war aber nix.
    Deinem (wtf! ausgesprochen 13. Klasse formuliertem) Kommentar hab ich dann entnommen das der Artikel nicht lesenswert ist.
    Als ich die Mc'D Werbung zum ersten mal hörte fragte ich mich wie das zum Selbstverständnis eines Sternekochs passt. Imo gar nicht. Frag mich auch welche Zielgruppe die damit ansprechen wollen...

  • Naja aber es ist schon relativ aberwitzig, dass gerade der Herr Schubeck jetzt Werbung für Mc Donalds macht. Gerade Schubeck ist in den Kochsendungen dafür bekannt in jedem 2. Satz zu erwähnen wie gesund Produkt/Gewürz xy ist und das man viel bewusster Essen sollte. Das ist an Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen. Werbung für Soßen oder Fertigboullions sind ja eine Sache als Koch, das kann man vielleicht noch irgendwie begründen und vertreten. Aber für Mc Donalds ?
    Wie sagte ein Kabarrettist doch so schön: " Der Schubeck macht jetzt Werbung für McDonalds aber das ist ja nicht so schlimm, er hat ja nur seine Seele verkauft [...]"


    Sicherlich wird McDonalds ihn fürstlich dafür entlohnen, daher kann ich die Entscheidung nachvollziehen aber nicht verstehen. Entweder er hat vorher einfach nur vorsichhingebrabbelt oder seine Ideale verraten.



    Abgesehen davon gehen mir die ganzen Kochsendungen eh aufn Keks. Gucke bzw. habe früher oft Jamie Oliver geschaut oder Hells Kitchen oder ähnliches. Aber wenn ich Lanz Kocht sehe wo sich 5 Köche selbstbeweihräuchern.... neee. Getoppt werden die Sinnloskochformate nur durch die Kocharena mit Calli als Juror dem die Portionen prinzipiell zu klein sind.

  • 1. Nice Thread Melian.


    Zum Thema:


    Ich sehe das wie Phill, also ähnlich wie der Auto es formuliert hat. Wobei ich ihn aber nicht immer zustimmen kann und hier tritt Melians Meinung in Kraft.
    Wie Ihr alles es so schön sagt, ist der Markt an Kochsendungen überflutet und es geht einen tierisch auf den Sack. Ich z.b. schau nur eine Sendung die ich auch gerne kucke. Kopfgeldjagt, finde ich persönlich toll, liegt aber eher an dem Henssler und Rosin. :)
    Jetzt zum Thema McDonalds und Starkoch der auf gesundes und bewusstes ernähren weist. Ich erkläre mir den imensen Fehltritt so:


    a) ganz klar Gier, Macht und Rum spielen hierbei eine Rolle. Der Gute Schubeck hat blos nicht ganz verstanden das es eher seinen Ruf schadet als es ihm zu nützen.
    b) was viel wichtiger ist und auch nur wissen kann wenn man in diesem Business gearbeitet hat, einen Stern zu erkochen ist nicht die schwierigkeit! Ihn aber zu halten ist imenser Druck und Stress. Viele der tollen vorzeige Kochgötter die ihr im TV seht führen ein ähnliches Leben wie einige Rockstars. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die Köche auf Drogen angewiesen sind um überhaupt klar zu kommen auf ihr Leben. Was ich überhaupt sagen will ist, dass bei diesem Konsum von Drogen, Stress und hartes TV-Geschäft viele der Köche den Überblick verlieren und zu allem Ja und Amen sagen ohne groß über Konsequenzen nachzudenken. Wie im Artikel schön erwähnt wird hat der Schubek, genauso wie der Lafer, sein eigenes Imperium aufgebaut. Schubeck ist der Gewürzguru Deutschlands, Lafer hat seiene eigene Bouillion- und Fondfabrik. Diese führen zu mehr Rum und Geld, viele Sterneköche haben begriffen das es noch mehr Absatzwege gibt um ihre Produkte los zu werden, aber leider haben sie eins vergessen "Auch ein Sterne Koch kocht nur mit Wasser".


    Fazit für mich: Viele der Köche haben ein bescheidenes Management oder sonst irgendwelche masochistischen Gründe um ganz groß zu werden, sie sollten lieber bei ihren Handwerk bleiben und der Gesellschaft so einen gefallen tun. Ein paar Kochshows sind bestimmt nicht verkehrt, "Jeder hat ein Anrecht auf geiles Essen" zitat Ole Plogsted. Blos wie soll man geiles Essen erkennen wenn man nicht weiß was geil ist. Von daher sollten die Leute schon über "gutes Essen" informiert werden.

    "Gott hat das essen erschaffen und der Teufel das Würzen"
    "Ich seh Plastikfolie, viel Plastikfolie."

  • Hab noch vor dem SPON Artikel über 6vor9 nen Blogeintrag zum gleichen Thema gelesen. Der trifft es auch ein bisschen passender wie ich finde.


    Der scheinheilige Herr Schuhbeck


    Wenn man mal von dem schon fast esoterisch anmutenden Schwachsinn über seine bescheuerten Gewürze absieht, bleibt halt wirklich noch diese unglaubliche Doppelmoral in Bezug auf die McDonalds - Werbung. Aber irgendwo ist das auch ein Vorteil von Werbung, gerade bei eher fragwürdigen Konzernen wie McDonalds. Man schaue sich nur an wieviele Leute sich regelmäßig selbst disqualifizieren, weil sie sich für BILD-Werbung hergeben.

  • Für Mc Donalds ist die ganze Sache aber natürlich ein riesen Gewinn.
    Wenn man bedenkt wie Mc Donalds seit langem schon ein Image aufzubauen was eben nicht ungesundes Fast Food beinhaltet.
    Mc Donalds setzt ganz klar aufs Öko und Sportimage, was prinzipiell auch schon recht Scheinheilig ist - aber es funktioniert...


    @ Lios ich weis zwar nicht was der Angebliche Drogenkonsum der Sterneköche mit der Scheinheiligkeit einiger zu tun hat, aber sei es drum
    Ich glaube nicht das gerade die im Text genannten Lafer, Schuhbeck, Poletto etc so vernebelt sind das sie zu allem ja und Amen sagen - das würde ich jetzt einfach mal als Quatsch bezeichnen.
    Denn hinter der ganzen Vermarktung steckt eine enorme gute Strategie. Wenn man sich ansieht was Alfons Schuhbeck sich aufgebaut hat und das bis zur Gründung seiner eigenen GmbH (2001) weitestgehend im Alleingang.
    Eine andere Sache ist, aber auch das gerade Alfons Schubeck schon viel früher für Produkte und Firmen geworben hat, die im Gegensatz zu dem stehen was er in Kochsendungen verbreitet. Die Werbung für McDonalds war da nur ein weiterer Nachvollziehbarer Schritt.


    Hier mal der Werdegang seines Imperiums, schon recht beeindruckend:


    Seit 1990 betreibt er einen Partyservice, mit dem er viele hochklassige Veranstaltungen wie das Bundeskanzler-Fest, den Ball des Sports oder die Echo-Preisverleihung belieferte. 2003 eröffnete er ein neues Restaurant namens Südtiroler Stuben am Platzl in München.
    Schuhbeck gründete Ende der 1990er Jahre das gastronomische Unternehmen Schuhbecks am Platzl GmbH[/b]. Dazu gehört das[b] Restaurant Schuhbeck’s, ein Weinbistro, ein Partyservice, eine Kochschule, ein Gewürzladen, ein Schokoladenladen und eine Eisdiele. Bis auf den Partyservice in Riem befinden sich alle Einrichtungen in der Münchener Innenstadt am Platzl. Ein weiteres Unternehmen ist die Schuhbeck’s Check Inn GmbH (gegründet 2001) mit dem Restaurant Schuhbeck’s Check Inn am Flugplatz Egelsbach bei Frankfurt am Main sowie Schuhbeck’s Check Inn Landgut Bachgrund in Büttelborn-Worfelden[4].
    Ende 2006 eröffnete er mit Galeria Kaufhof am Marienplatz einen sogenannten „Schuhbecks Schmankerl Shop“ in der Kaufinger Tor Passage in München. Diese Einrichtung bietet Schuhbecks Gewürze, Eissorten, Weine, Senfsorten, Geschenkkörbe und weiteres an.


    Zusammen mit dem Team der Eisenbahn- und Sonderwagen-Betriebsgesellschaft verwirklichte er 2007 das Projekt „Schuhbecks Blue Star Train“. Ein ehemaliger Zug des Trans-Europ-Express wurde dabei zu einem 204 m langen Restaurant umgebaut. Maximal 155 Gäste können so bewirtet werden.
    Schuhbeck ist außerdem langjähriger Koch der Fußballmannschaft des FC Bayern München bei Auswärtsspielen in der UEFA-Champions-League und der UEFA Europa League.
    [Wikipedia 16.02.2012]

  • Der Kusmagk hat nen eigenes Restaurant, lass mich lügen, in Hamburg. Von daher passt es schon das er mitredet.


    @ Nondil
    Mir war klar das jemand mich falsch versteht. Natürlich sind sie nicht nur wegen den Drogen vernebelt und wissen net was sie machen, das ist ganz klar quatsch. Ich meinte nur das gesamte Komplettpaket trägt dazu bei. Stress, Druck, Drogen, Gier, Rum, Macht, Profit und unter diesen Umständen kann es doch gut und möglich passieren dass man eine Fehlentscheidung trifft

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    "Ich seh Plastikfolie, viel Plastikfolie."

  • Scheinbar kam mein Hintergedanke doch nicht so ganz rüber. Also ausformuliert:
    Ja, der Autor hat mit seinen Ansichten größtenteils sicher recht. Was ich als lebensfremd anprangere sind nur die von ihm prognostizierten Folgen aus dem "Fehlverhalten" Schubecks. Da wird nämlich garnichts passieren. Es interessiert in 3 Monaten keinen Menschen mehr, ob Schubeck Werbung für McD gemacht hat oder nicht, weil er garnicht mehr daran denkt, wenn er Schubeck sieht. In unserer schnellebigen Welt wird so ein "Fauxpas" sehr schnell vergessen, sobald er nicht mehr im Tagesgeschehen präsent ist - das ließe sich nur ändern, indem man das Thema rauf und runter durch die Medien kauen würde, bis einem das Bild der Person gleichbedeutend ist mit dem gemachten Fehler - Stichwort "guttenbergen".
    Das passiert aber in diesem Fall nicht - und daran ändert so ein mickriger spon Artikel auch nichts.


    Der Auslöser für diese Art der Werbung ist natürlich die Profitgier bei Schubeck - genau wie die bei Lafer mit seinem Boullion Imperium u.a. mit ihren jeweiligen Firmen. Aber genau das werfe ich heute auch keiner "prominenten" Person mehr vor, da sich unsere gesamte Gesellschaft zu einer profitgeilen Horde entwickelt hat. Warum sollten da irgendwelche Fernsehköche besser sein? An die setze ich ja wohl kein Stück höhere moralische Ansprüche als an den Normalbürger. Anders würde ich das beispielsweise im Falle eines Bundespräsidenten sehen (aber das ist ein Thema für einen anderen Tag ;) ).
    Insofern ist es zwar vllt daneben, dass ein "Starkoch" Werbung für McD macht, aber dass er sich damit unglaubwürdig macht halte ich für ausgemachten Blödsinn. Denn durch seine Profitgier macht er sich vllt zu einem schlechteren (oder eher normalen) Menschen, aber die Qualität seiner Koch-/Gewürz-/Kräuterbücher, leidet darunter kein Stück. Genausowenig wie deren glaubwürdigkeit, da man da eben einfach zwischen Werbeauftritt und Person des öfftl. Interesses unterscheiden muss. - Es glaubt ja wohl auch keiner, dass in der deutschen Nationalmannschaft dauernd Nutella gefuttert wird...


    Im Übrigen gebe ich natürlich dem Autor und euch soweit recht, dass die derzeitige Masse an Kochsendungen einfach nurnoch nervig ist. Allerdings muss man dem Hype durchaus zugute halten, dass er eine gewisse Sensibilität der Bevölerung für gutes Essen geschaffen hat, was dann gelegentliche Besuche bei den Fastfood-Ketten weniger schlimm macht ;).
    Die von ihm dadurch aber propagierten Ausgrenzungserscheinungen, weil man sich an dem Kochhype jetzt nicht beteiligt, sind aber doch schon so lächerlich, dass sie sogar unter dem Gesichtspunkt einer Hyperbel nurnoch mit Magenschmerzen zu vertreten sind.


    -
    PS.: Natürlich AutorIn - sry deswegen ;).

  • Warum sollten da irgendwelche Fernsehköche besser sein? An die setze ich ja wohl kein Stück höhere moralische Ansprüche als an den Normalbürger.

    Dann scheinst du an den Normalbürger keinen Anspruch der Glaubwürdigkeit zu stellen. Ist ja auch was feines ;o)

    "Es kommt der Tag, da will die Säge sägen."

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  • Ja der Phil hat mich schon auf meine Rum-Ruhm-Affäre aufmerksam gemacht. Ich sehe das ja wie gewöhnlich mit Humor und finde dein Bild sehr geil.


    Made my Day :ugly:

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  • Warum sollten da irgendwelche Fernsehköche besser sein? An die setze ich ja wohl kein Stück höhere moralische Ansprüche als an den Normalbürger.

    Dann scheinst du an den Normalbürger keinen Anspruch der Glaubwürdigkeit zu stellen. Ist ja auch was feines ;o)


    Grundregel der Forendiskusion: Nicht den Kontext wegzitieren! :)

  • Ich zitiere keinen Kontext weg.

    Insofern ist es zwar vllt daneben, dass ein "Starkoch" Werbung für McD macht, aber dass er sich damit unglaubwürdig macht halte ich für ausgemachten Blödsinn. Denn durch seine Profitgier macht er sich vllt zu einem schlechteren (oder eher normalen) Menschen, aber die Qualität seiner Koch-/Gewürz-/Kräuterbücher, leidet darunter kein Stück. Genausowenig wie deren glaubwürdigkeit, da man da eben einfach zwischen Werbeauftritt und Person des öfftl. Interesses unterscheiden muss. - Es glaubt ja wohl auch keiner, dass in der deutschen Nationalmannschaft dauernd Nutella gefuttert wird...

    Egal ob man Privatperson oder eine Person in der Öffentlichkeit ist, wenn man für eine Nachricht lebt oder dafür eintritt, dann muss man sie auch vermitteln...und das glaubwürdig. Dies hat Schuhbeck in der Vergangenheit (für die Masse) scheinbar getan und seine Weisheiten zur gesunden & selfmade Küche in die deutsche Welt hinausgetragen (übrigens Ingwer ist ganz toll). Wenn er dann öffentliche Werbung für McD macht, dann widerspricht er sich selber. Dadurch werden seine Gewürze nicht schlechter und sein Können als Koch auch nicht, sein selbstauferlegter Lehrauftrag in Sachen "gute Küche" hat er sich damit aber versaut und damit auch die Glaubwürdigkeit. Er hat gerne die Rolle gespielt mit "a bissel da, a bissel hier", war leider aber a bissel zu viel.
    Und mit Werbung und der Nationalmannschaft hat das generell wenig zu tun. Sie sollen gut Fussbal spielen, dies ist ihr Auftrag...und wenn sie Geld wollen, dann machen sie auch ne Werbung für Nutella. Ein Brot mit Nutella wird keinem Fussballer schaden, sie stehen eben für Fussball und nicht für Nahrung. Bei einem Schuhbeck sieht das anders aus, aber evtl. gibts ja beim FCB vom Schuhbeck nur noch Burger und Nutella. Da muss ich passen ;)

  • Dann hast du den Kontext dieses Teils nicht verstanden. - Das mag aber daran liegen, dass du die Zeile in den Kontext mit dem nächsten Absatz legst und nicht mit dem Absatz in dem sie steht.
    Bzw. das worauf du jetzt anspielst ist ein komplett neues Thema.


    Es ging in dem Absatz um die Profitgier und dass der Großteil unserer Gesellschaft wegen eben dieser immer wieder Ideale aufgibt, die er vorher noch hinauspousaunt hat - und damit letztlich genauso an Glaubwürdigkeit verliert. Nur interessiert das bei Ottonormalbürger niemanden. Ich meinte nun: Warum sollte ein Fernsehkoch besser sein und seine Profitgier nicht die Oberhand gewinnen lassen? Schließlich sind das keine besseren Menschen.


    Dass seine Person an sich dadurch an Glaubwürdigkeit verliert, habe ich nicht bestritten - nur die Qualität und Glaubwürdigkeit seiner Bücher / Sendungen die leidet darunter nicht, da es ziemlich kleingeistig wäre, diese aufgrund der McD Werbung anzuzweifeln, wo man ja wissen sollte, dass der Grund für die Werbung nicht das tatsächliche Unterstützen der McD Philosophie, sondern reine Profitgier ist.


    Und um deine Aussage von oben aufzugreifen: Was ich für Ansprüche stelle, ist die eine andere Sache. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann würde ich so einen Anspruch ja nichtmal selbst immer erfüllen. Unsere ganze Gesellschaft ist in vielen Aspekten nicht Glaubwürdig. Willst du mir sagen, dass du immer so handelst, wie du anderen gegenüber sagst, dass es richtig wäre? Das hielte ich für sehr (!) gewagt.


    Was das Beispiel der NM angeht, gebe ich dir recht. Das war sicherlich nicht das Besste, auch wenn ich da einen anderen Ansatz verfolgt habe (das Vorleben des gesunden Körpers, dass der DFB natürlich u.A. auch darstellen will).



    EDIT:
    Hab mir grade mal statt zu lernen die Hart aber Fair folge angeschaut :/. Der einzige der da von den Gästen glaubwürdig (ja genau!) rüber kommt, ist für mich Manuel Andrack. Alle (!) anderen verfolgen hinter jeder ihrer Antworten irgendwelche tieferen Interessen und können deshalb garnicht glaubwürdig sein. Schließlich müssen sie das Image vertreten, für das sie stehen.
    Aber auch abgesehen davon, gehe ich relativ konform mit dem Standpunkt von Manuel Andrack.