ARK: Survival Evolved

  • Vorweg: Ich bin wirklich kein Freund von Early Access und mit "survival"-Spielen habe ich bisher nur Dinge wie DayZ, WarZ, H1Z1 und sonstige Klone verbunden, deren Hauptzweck es war von Spielern niedergemetzelt zu werden. Deshalb war ich ziemlich skeptisch, habe mich dann allerdings von Hik und Martin überzeugen lassen es doch zu kaufen, Hauptgründe dafür waren das Setting und die langeweile, da ich im moment eh nichts zu tun habe.


    Setting: Eine SEHR große Insel, die von allen möglichen Dinosauriern bevölkert wird. Im Grunde Jurassic Park: Raptoren, TRex, Triceratops, Raptoren, Dilos, Stegos, Brontosaurier und so weiter, und so fort. Dazu noch sonstiges Getier. Die Dinos sind zähmbar und mit entsprechendem Sattel auch reitbar (mit Flugsauriern sogar fliegbar), man kann Werkzeuge, Waffen, Rüstungen craften und Häuser, Zäune, usw. bauen. Das fängt mit Strohhütten und Steinäxten an und geht bis zu automatischen Gattlingtürmen, Raketenwerfer, Kettensägen, usw. Die nötigen Rohstoffe muss man von Hand abbauen, teilweise in Höhlen, die von wirklich ekeligem Gevieh bevölkert werden, oder bekommt sie in entsprechenden Dropkisten, die natürlich unter den Spielern umkämpft sind. Die Spielwelt ist entsprechend dauerhaft aktiv, allerdings auch die Charaktere. Loggt man aus, bleibt man trotzdem in der Spielwelt, liegt dann halt bewustlos am Boden. Tag- und Nacht wechseln sich so im halbe-stunden-takt ab und teilweise sieht man die Hand vor Augen nicht mehr, wenn man im Wald ohne Fackel und Sonnenlicht unterwegs ist.
    Insgesamt kommt hierbei der Survivalaspekt mal nicht zu kurz. Die Tiere können ein auch mit besserer Ausrüstung immer noch töten (oder im Falle von Skorpionen: betäuben ::/: ) und man hat schon deutliche Vorteile, wenn man sich mit mehreren Spielern zusammen schließt. Der dauerhafte Wasser- und Essensverbrauch, der auch vom Wetter, der Temperatur und co beeinflusst wird, zwingt einen immer wieder auf die Jagd zu gehen und die Trinkflaschen an den Flüssen aufzufüllen. Man läuft ständig Gefahr von aggressiven Tieren oder Spielern getötet zu werden. Ausflüge müssen gut geplant sein und innerhalb der Gruppe auch abgestimmt werden, sonst ist man nur noch damit beschäftigt Pfeile nachzubauen, Wasser und Fleisch zu organisieren und kaputte Ausrüstung zu reparieren.


    Was wir so bisher gemacht haben: Angefangen auf einem der US-Server haben wir uns am äußersten Rand der Karte eine kleine Basis gebaut und uns mit den benachbarten Stämmen angefreundet. Wir merkten jedoch schnell, dass ab level 20 fast alle neu erlernbaren Rezepte Metall brauchten. Das findet sich am Kartenrand jedoch selten, deshalb sind wir umgezogen und haben uns relativ mittig neu aufgebaut. Nachdem wir zu viert rund 7 Stunden mit bauen beschäftigt waren, hatten wir ein gemütliches, zweistöckiges Haus mit Umzäunung gebaut und uns jeweils einen Raptor als Mount (Euphemia, Crema, Pupsi und Mezl namentlich) plus drei Lastendinos gezähmt. Schwerer Fehler: Wir haben den ganzen Kram ziemlich gut sichtbar an einem Flussufer gebaut und zogen relativ schnell die Aufmerksamkeit der nicht so freundlichen Spieler auf uns. Nach mehreren verlustreichen kämpfen (ruhet in Frieden Pupsi und Euphemia) konnten wir die beiden serverbekannten Ganker töten und hatten dann, von einem nervigen Franzosen, der vor unserem Tor stand, reingelassen werden wollte und durchgehend "haaail hidddleeerrr" über den Ingame-Voicechat gebrüllt hat, nachdem Martin ihm sagte wir seien deutsche, relative Ruhe. Leider haben die Amis andere Schlafenszeiten als wir, weswegen wir dem letzten Überfall dann schutzlos ausgeliefert waren (und auch einfach mal ALLES verloren haben. ALLES.) Im Zuge dessen sind wir heute auf einen EU-Server umgezogen, da ein 50er Ping schon deutlich angenehmer als 120+ ist. Mit neuer Strategie und neuen Charakteren haben wir jetzt wieder alle Level 20+ erreicht und aus unseren Fehlern gelernt. Anstatt einer zentralen Basis haben wir über die Karte viele kleine Stützpunkte verteilt, die jeweils im tiefen Dschungel versteckt sind. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass niemand ausversehen vorbei kommt.


    Was mir bisher gut gefallen hat: Der Survivalaspekt, das Jagen und das Crafting. Exploring ist natürlich auch immer schön, auch wenn die Insel jetzt nicht so mega abwechslungsreiche Landschaften bietet (von Bergen und Hochebenen mal abgesehen ist der Rest Dschungel und Flüsse)


    Was noch zu verbessern ist: Die Spielperformance (gibt es jeden Tag mehrere Patches zu, die das schon deutlich verbessert haben), das Balancing (Vögel und Skorpione zu stark, TRex, Brontos und Carnos zu schwach) und eventuell die Rohstoffkosten der Gebäudeteile, da man für einen einfachen Holzzaun schon mal nen mittelgroßen Wald abholzen muss. Zudem wären verbesserte Übernachtungsmöglichkeiten für die Offlinezeit schön, da ist man teilweise doch sehr dem Zufall ausgeliefert.


    Abschließend bleibt zu sagen, dass das Spiel für Early Access schon SEHR WEIT entwickelt ist. Mit 2-3 weiteren Wochen Bugfixes und Performanceverbesserungen könnte man es als fertiges Spiel anbieten (der geplante Releasetermin ist soweit ich weiss Frühjahr 2016), denn der notwendige Content ist wirklich ausreichend vorhanden. Die Entwickler sind fleissig dabei einen Patch nach dem anderen rauszuhauen, alleine heute waren es glaube ich 4 oder 5.


    Mal gucken, ob ich morgen noch ein paar gescheite Screenshots machen kann (das Spiel sieht im moment von Tag zu Tag besser aus durch die verbesserung der Performance und die damit möglichen Grafikeinstellungen)

  • Gibts da auch Zombies? Nazi Zombies, die auf Dinosauriern reiten? Oder zumindest Dinosaurier Zombies?

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    #howtofeelstupid



  • Hübsch. Hatte das vor ein paar Tagen bei Steam gesehen und mir gedacht "ui, das sieht cool aus" - dann stand aber bei den Reviews "Ausgeglichen" und damit wars für mich wieder weg vom Fenster.

  • Hübsch. Hatte das vor ein paar Tagen bei Steam gesehen und mir gedacht "ui, das sieht cool aus" - dann stand aber bei den Reviews "Ausgeglichen" und damit wars für mich wieder weg vom Fenster.


    Das ist bei sehr vielen Early Access spielen so. Zum Release + ~4-7 Tage 50/50 Reviews, danach geht es dann entweder ins positive oder negative. Je nachdem, wie die Entwickler das Spiel weiterentwickeln und Patches raus bringen. Mittlerweile ist Ark z.B. bei 71% positiv/29% negativ. Bei Ark war es am Anfang vielleicht ein "lol, das läuft auf meinem AMD FX 6300 mit ner Radeon R9 270X nicht auf Ultra mit 60 FPS, scheiß Spiel!" was es überwiegend negativ bewertete. Bei H1Z1 genauso: Zum Release mehr negativ als positiv wegen "lol p2w", mittlerweile auch bei 69% positiv/31% negativ.

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    #howtofeelstupid



  • Jo, hab ich auch grade gesehen, dass es inziwschen "Größtenteils positiv" ist. Habs mir mal geholt.
    Aber muss jetzt eh erst Witcher fertig spielen.
    Mein Kumpel spielt auch irgendwie mit nem Kollegen, mit dem er jetzt die letzte Woche auf Streife war, der ihn da angefixt hat. Ka, auf welchem Server die sind.

  • Mal nen kleines Update:


    Nach gefühlten 35 Patches hat sich die Anzahl der craftbaren Sachen grob verdoppelt. Gleiches gilt für die Dinovielfalt, gerade im Dschungel und im Wasser. Die Performanceprobleme wurden deutlich reduziert, mittlerweile sind mittlere bis hohe Grafikeinstellungen möglich. Für die Ultra-Option fehlt es allerdings noch an Optimierung bzw. SLI-Support. Dazu sei gesagt, dass das Spiel mit der Unreal 4 Engine läuft, die bisher nur bei einem größeren Spiel zum Einsatz kam. Liegt also nicht nur an den Entwicklern sondern auch an der mangelnden Erfahrung der Engine-Macher und -Anwender.


    Demnächst gibt es übrigens den Survival of the fittest-Modus. Das Einführungsevent lief letzten Samstag mit 30 Teams a zwei Leuten, bestehend aus allen möglichen bekannten Streamern. Das Event lief grob vier Stunden. Beginnend mit der kompletten Insel hatten die Teams solange zeit sich gegenseitig zu dezimieren, zu leveln, equip zu bauen und Dinos zu tamen (deutlich beschleunigt). Währenddessen wurde die spielwelt immer kleiner und es gab regelmäßig Events. Das fing an bei so dichtem Nebel, dass man praktisch blind war, ging über extreme hitze bzw. kälte, die das Überleben außerhalb von geschützten Bereichen (nähe von Feuer bzw. im Wasser oder in ner Hütte) unmöglich gemacht haben, und endete mit regelmäßigen Drops von immer größer werdenden Dinos. Bei letzterem sind regelmäßig ganze Teams ausgelöscht worden, da eben auch aggressive Dinos runterkamen. Nach vier stunden war die Insel bis auf den Mittelberg (der hierfür durch eine große Plattform mit einigen Aufgängen ersetzt wurde) gesperrt, sodass sich die letzten Teams eien ziemlich erbitterte Schlacht in der Mitte geliefert haben. Und wem das jetzt irgendwie bekannt vorkam und an Tribute von Panem denken musste: Jeder tot eines Spielers wurde den anderen dadurch mitgeteilt, dass sein Gesicht auf den Himmel projiziert wurde und eine kurze Melodie lief. Fehlte nur noch die Kanone.