• Alter Topic weg, neuer Topic her ;)


    Ich muss jetzt hier einfach mal erzählen, dass ich TESO mit dem One Tamriel und Morrowind Update richtig gut finde!

    Habe das schon vor Morrowind Release nochmal angespielt und habe da den Fehler gemacht, mich aufs Questen zu versteifen - wie man das halt so tut in einem MMO.

    Nun, weil ich Morrowind aber ausprobieren wollte nochmal ein paar Videos angeschaut - und dort wurde empfohlen "spiele wie du magst". Das habe ich mir zu Herzen genommen und dadurch ist mein Spielspaß enorm gestiegen. (1)

    Klar, fürs min/maxen ist das nichts. Es gibt wohl Methoden um in unter 6h lvl 70 zu werden. Ich war nach 6h grade mal lvl 15 oder so.

    Dennoch. Es macht Spaß!


    (1)

    Ich finde zum Beispiel Spielwelt-Erkunden ganz toll. Hat mir schon früher in WoW Freude bereitet, nur hat es da halt nichts gebracht - außerdem war mir dort eben auch selbst min/maxen viel wichtiger.

    In TESO ist das nicht (mehr) so. Man kann einfach herumreiten und Fragezeichen auf der Map abklappern, wenn man das möchte - ganz wie in Witcher 3 - und auf die Art in ganz normalem Tempo Leveln.

    Nachdem es ja keine Gebiete mit speziellem Level mehr gibt, sondern wirklich GANZ Tamriel inkl. Morrowind einfach skaliert, geht einem da auch die Gegend nicht aus. Auch die anderen Allianzen kann man einfach und ungefährdet erkunden, erquesten und so weiter.

    Aber es wird noch besser: Auch Dungeons skalieren! Auch hier kann man also fast alles mit jedem Level machen.

    Obendrein gibt es verschiedene Arten von Dungeons:

    Zum einen kleine Gewölbe (ja, ich spiele total casual auf Deutsch), die man problemlos allein machen kann. Sie sind aber offen für alle. Man begegnet also auch dort einfach anderen Spielern.

    Dann gibt es noch die größeren offenen Instanzen. Die sind eigentlich für Gruppen gedacht und auch offen für alle. Machen aber alleine herrlich viel Spaß, weil sie wirklich herausfordernd sind, wenn man keine Gruppe hat. So habe ich gestern zum Beispiel 3 solcher Dungeons gemacht. Da gibt es dann immer wieder riesen Pulls bei denen man wirklich ganz fest Knöpfe drücken muss, aber dann schafft man auch mit Level 12 (fast) alles allein. Manche Pulls hab ich nicht geschafft - aber da es ja offen für alle ist, kommt dann schon immer wieder eine kleine Party vorbei oder einer mit Veteranen-Level 300+ und rollt da ziemlich durch. Level macht also schon noch irgendwo einen Unterschied, ganz so ist es nicht. Schon allein wegen mehr Skills, aber natürlich auch wegen der passiven Boni, die einem die Veteranenlevel bringen.

    Trotzdem hatte ich hier sehr sehr viel Spaß. Obendrein bringt das nämlich auch noch richtig viel XP, so eine offene Instanz zu machen. Ist also nicht nur die Herausforderung, sondern auch absolut sinnvoll zum Leveln.


    Aber Dungeons und Erkunden ist nicht das einzige. Man kann einfach inzwischen so unglaublich viel machen, das ist der Wahnsinn! Aber man muss nicht! Das ist imho der große Unterschied zu Black Dessert, bei dem ich am ersten Tag schon so abgeschreckt wurde von den ganzen Dingen, die man tun muss um sinnvoll zu spielen, dass ich gleich gar nicht mehr einloggen wollte. (Wobei man ja zum Beispiel genau das auch muss. Einloggen. Täglich. Würfelspielen.... uuuahh. Das war mir zu viel.)

    Nicht in ESO!

    Keine Lust auf Questen, Erkunden, Dungeons, whatever? Heute vielleicht mal auf Raubzug gehen? Brich doch einfach in irgendwelche Häuser ein, und räume die leer. Wenn du den ganzen Schrott dann bei einem Hehler verkaufst, gibt das nicht nur satt Kohle, sondern - richtig - mal wieder XP. Auch eine Methode um zu Leveln. Habe ich gestern quasi versehentlich gemacht, als ich in ein Rathaus einbrechen sollte um in ein Gefängnis einzudringen.



    Zweiter großer Punkt ist das Solo Play, was ich ja oben teilweise schon erwähnt habe. Im Prinzip haben sie TESO zu einem echten Single-Player-MMO umgebaut. Nur noch für ganz wenige Inhalte - vor allem im Late-Game - braucht man Gruppen. Alles andere geht allein (ähnlich wie bei SWTOR inzwischen, soweit ich weiß. Nur ist das Gameplay in ESO halt viel besser, weil dynamischer - trotz wenigen Skillslots).

    Das klingt langweilig, ist es aber imho gar nicht. Wer Spaß an Skyrim hatte, kann auch Spaß an ESO haben. Die Quests waren ja immer schon voll vertont - mit sehr guten Sprechern sowohl Englisch, als auch Deutsch. Nun kann man sie aber eben auch allesamt allein machen. So ist mir gestern total Elder Scrolls üblich eine Quest mit einer wirklich coolen kleinen Geschichte begegnet, die ich gleich spannender als die Main Storyline von Morrowind fand. Super! Jetzt bin ich eine Art roter Batman auf Vvardenfell. Man muss aber nicht allein spielen. Man kann auch in Gruppen unterwegs sein und auch das ist sinnvoll!


    Ich muss wirklich sagen, dass es sich bis jetzt anfühlt, wie ein volles Elder Scrolls SP Game. Mit allen Freiheiten die man dort hat um die Welt zu erkunden. Nur dass die Welt halt durch viele andere Spieler (EU Megaserver - hier ist immer was los!) noch weiter belebt wird und man - wenn man das möchte - auch jederzeit mit denen zusammen spielen kann.

    Skyrim with benefits, wenn man so will.

    Das Spiel lebt natürlich von der Levelerfahrung. Was das Endgame bietet, kann ich nicht sagen. Durch die Tatsache, dass man aber wohl gefühlt endlos Veteranenlevel sammeln kann (die übrigens wie in Diablo Paragonlvl Accountweit sind) besteht auch die Möglichkeit diese Levelerfahrung sehr lange fortzusetzen.

    Eigentlich scheint mir das überhaupt ein guter Vergleich. Es gibt mehrere Millionen verschiedener Items und man kann quasi ewig Leveln - allein und in Gruppe. D3 ick hör dir rufen. Nur eben anderes Gameplay.



    Wie lang ich das jetzt spielen werde, weiß ich nicht. Habe halt momentan nicht so viel Zeit, bzw verwende sie nur begrenzt zum Zocken. Dennoch meine Empfehlung an ESO und meinen Respekt für die Entwicklung ggü. dem "Classic ESO", was wir damals zusammen gespielt haben.