Beiträge von 2Old2DieYoung

    :-D 
    Wo er Recht hat, hat er Recht
    THX ::]:

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Jonas Kaiser und ich bin beinahe fertiger Diplom-Sozialpädagoge aus Tübingen. :winken:
    Ich bin selbst Online-Gam0r, bin aber eher weniger auf MMORPGs unterwegs gewesen, sondern habe meine Anfänge bei CS gemacht und bin inzwischen eher auf taktischen Spielen wie z.B im Moment DoW (Dawn of War) hängen geblieben. Für mich als Pädagogen hat sich schnell die Frage gestellt, wie Spieler, die vor allem in virtuellen Räumen unterwegs sind, für die Sozialarbeit erreichbar sind. Darauf eine Antwort zu finden, stellte sich als nicht realisierbar heraus (Wer kein Bock auf Pädagogengelaber hat, der ist und bleibt nicht erreichbar - es gibt bei genügend Leidensdruck ja genug Onlineforen zu jedem erdenklichen Thema).
    Das Thema "Onlinespiele", welches auch in meiner Fakultät zu wenig beachtet wird, ließ mich aber dennoch nicht los. Eine Frage die sich mir dabei stellte, war, in wie weit ein längeres "Abtauchen" in virtuelle Welten, die Identitätsentwicklung beeinflussen kann.
    Ursprünglich wollte ich diese Frage durch die Bearbeitung meiner Diplomarbeit beantwortet bekommen, habe aber aus Zeitgründen :mauer: nur einen Grundstock zur Erforschung dieser Frage legen können.


    Die Arbeit ist folgendermaßen aufgebaut:
    Im ersten Teil wird das Genre der MMORPGs nach einer geschichtlichen Einordnung - anhand der Entwicklung meines Krieger-Zwerges "Bonedwarf" - WoW erklärt und, mit Sodies Hlfe, die um das Spiel herum gruppierte Struktur der Gilde.
    Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Bildung von Identität im Interaktionsprozess nach Lothar Krappmann und Irwin Goffman (Theorie) und soll die theoretische Grundlage für weitere Überlegungen bilden. Die Autoren gehen davon aus, dass sich Identität in der Interaktion mit anderen Menschen bildet. Diese anderen Menschen sind quasi ein Spielgel des eigenen Auftretens und Verhaltens und beeinflussen daher späteres Verhalten entscheidend mit.
    Der Dritte Teil der Arbeit ist etwas zu unkonkret geblieben, verdeutlicht aber klar die Strukturen, die in WoW zu finden sind und die die Identitätsbildung prägen. Des Weiteren werden die Faktoren, die den Sog des Spieles ausmachen gut herausgearbeitet und theoretisch verankert.
    Zu kurz gekommen ist die Handlungsrelevanz der Sozialpädagogik sowie die geschlechterreflexive Betrachtung des doch stark maskulin dominierten Feldes.


    Hoffe dass das jetzt nicht zu hochgestochen dahergelabert war. :rolleyes: Wen es interessiert, der kann sich die Diplomarbeit unter http://www.loh-gilde.de/Portal…g-bei-Onlinerollenspielen herunterladen.
    An dieser Stelle nochmals ein ganz DICKES FETTES DANKE an Sodie, der mir zum einen immer wieder spontan Antworten auf Sachverhalte, die ich nicht verstanden habe, gegeben hat, mir die Strukturen der Gilde LoH gut verdeutlichen konnte, mir "den WoW-Spieler" verständlicher gemacht hat und zu guter letzt meine Einsamkeit in der Uni-Bibliothek mit seiner ICQ-Anwesenheit erträglicher gemacht hat. THX m8!! :bier:


    Wenn ihr noch Fragen haben solltet, dann könnt ihr mich gerne anmailen: jonaskaiser@gmx.net