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Averell

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81

03.04.2012, 22:33

Ich hab noch nie selbst auf 9gag gesurft , höchstens mal ein Link geklickt und interessiere mich auch nicht für Barlows Kommentare (so gar nicht). :rolleyes:
Möglichweise, weil du ihn nur als "Barlow, der die Blogs macht" kennst und nicht als "Schorsch, mit dem man zusammen mit Bene früher nachts durch die BGs oder ZG gedödelt ist"
25man: "Legen ...wait for it ...dary"
10man: "Legen ...
wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ..."

BoP

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82

03.04.2012, 23:06

ich bin mir sicher, gerade nach deinem langen posting von oben, einige vermeintlich interessante oder lesenswerte kommentare zu verpassen kann gar nicht so schlimm sein ::]:
Einfach toll

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BoP« (03.04.2012, 23:07)


Bela

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83

05.04.2012, 11:46

Wollte das eigentlich in das andere Thema mit reinpacken, aber da geht's unter & ist doch stark offtopic. Hier passt es schon eher, gerade im Konsens der letzten Beiträge:

Zitat

In Filmen des letzten Jahrtausends war das einfach toll, so futuristisch, unvorstellbar, und so weit weg wie die fliegenden Skateboards aus Back to the Future... Wenn man das jetzt so sieht - in der Entwicklung vielleicht nur noch wenige Jahre entfernt - dann macht es mir Angst. Was ist mit Orwells (Alb?)Traum 1984 geschehen, der Sorge um den gläsernen Menschen? Haben wir seit "Big Brother" jedwede Berührungsängste mit den neuen Medien & Technologien verloren? Wie soll das in 5 oder 10 Jahren weitergehen?

Zu Krang's Beitrag:
Unsere Generation hat doch auch die gesamte Bandbreite der Instant Messenger mitgemacht, dies ist nur der logische Folgeschritt. Was den 'i like' Button betrifft: mittlerweile haben viele Foren eine Danke-Funktion, damit nicht mehr nur die Zustimmung à la "find ich auch", "seh ich auch so" oder "da hat er Recht" drunter gepackt werden muss und mehr Platz für die wichtige Kommunikation bleibt. Leider scheint der typische Web 2.0 User zwar den ersten Teil verstanden zu haben, sich aber sonst noch zu wenig zu beteiligen -> dadurch entsteht dieses aktuell verzerrte Bild. Der "i like" Button wird zur Gewohnheit und es würde mich auch nicht wundern, wenn die User schon allein aus Habitus auch auf Youtube überall ihren Daumen hoch geben, sobald ein Video ihrer Abonnements gestartet wurde.

Man kann diese binäre Betrachtung auch auf andere Bereiche übertragen, nehmen wir zB. mal die aktuelle Diskussion im zuletzt gesehen - Forenthema. Warum müssen wir da 7,354/10 Punkten für einen Film verteilen? Reicht es nicht auch ob er uns gefallen hat oder eben nicht? Warum muss man da überhaupt differenzieren? Oder wenn überhaupt, warum dann nicht:

2/2 mag ich sehr, werde ich jedes Mal wenn er im FreeTV läuft trotz 10 Minuten Werbeblöcken gerne wieder anschauen
1/2 guter Film, ABER ...
0/2 gefiel mir nicht (wegen der Gründer oder überhaupt, ist doch im Grunde egal - er hat dir nicht gefallen. Ob das nun eine 1/10 oder 4/10 wird, weiterempfehlen würdest du ihn doch so oder so nicht)

Ich bin kein Web 2.0 Mensch, habe weder irgendwasVZ, Twitter noch sowiesoBuch Accounts. Damit man den Kram optimal nutzen kann bedürfte es ja schon eines Smartphones und ich bin zu geizig neben meiner regulären Internetflat noch mal x € meinem Anbieter jeden Monat in den Rachen zu schmeissen, ist ja nicht so als ob wir nicht schon viel zu viel Zeit vorm PC verbringen würden. Von daheim kann ich auch bequem Emails schreiben, die im Grunde alle Funktionen des Webs 2.0 abdecken (email Verteiler wenn mehrere Leute etwas wissen w-/sollen) und mir ist es egal, wie viele virtuelle Freunde andere Leute haben. Frei nach dem Motto: "Der Bruder des Onkels meines Neffen dritten Grades muss nicht wissen, wie groß mein letzter Haufen war." Ich telefoniere da lieber, da bekomme ich einfach mehr zurück als von einer 140 Zeichen Nachricht. Ich mag auch einfach die Vorstellung nicht, Informationen nur häppchenweise weiterzureichen. Da kommt man nicht vom hundertste ins tausende und führt keine Unterhaltung über Stunden, wie man es doch auch sonst machen würde, wenn man sich normal trifft und das ist in meinen Augen schöne Kommunikation.
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Melian

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84

05.04.2012, 15:56

Man kann diese binäre Betrachtung auch auf andere Bereiche übertragen, nehmen wir zB. mal die aktuelle Diskussion im zuletzt gesehen - Forenthema. Warum müssen wir da 7,354/10 Punkten für einen Film verteilen? Reicht es nicht auch ob er uns gefallen hat oder eben nicht? Warum muss man da überhaupt differenzieren? Oder wenn überhaupt, warum dann nicht:

2/2 mag ich sehr, werde ich jedes Mal wenn er im FreeTV läuft trotz 10 Minuten Werbeblöcken gerne wieder anschauen
1/2 guter Film, ABER ...
0/2 gefiel mir nicht (wegen der Gründer oder überhaupt, ist doch im Grunde egal - er hat dir nicht gefallen. Ob das nun eine 1/10 oder 4/10 wird, weiterempfehlen würdest du ihn doch so oder so nicht)


Weil eine Betrachtung von 3 verschiedenen Ratings einfach nicht differenziert genug ist. Mag sein, dass 10 Punkte zu viel sind - und selbst das ist schon eine deutliche Verallgemeinerung gegenüber dem oft verwendeten %te System.
Aber wenn man es mal objektiv angeht, dann reicht weder in der Schule noch einer allgemein anerkannten Testinstanz wie dem Test-Heft das 6stufige Schulsystem. Da läuft es sogar auf weit mehr als nur 10 mögliche Punkte hinaus. Insofern halte ich das imdb System, das dort im Zuletzt gesehen Topic ja im Prinzip übernommen wurde, durchaus für sinnvoll um ein wenig weiter zu differenzieren. Und ein Film den ich für mich persönlich zu meinen "besten Filmen aller Zeiten" (10) zähle, ist eben nicht das selbe wie ein Film, den ich unglaublich großartig finde, aber dann doch nicht auf dem Niveau eines meiner "besten" -> 9.
Die Kommawerte hat ja denke ich von uns auch keiner geschrieben, oder? Das fände ich dann wohl auch etwas zu viel des Guten. Die ergeben sich ja normal aus der Durchschnittserrechnung auf imdb - wo sie rein als Durchschnitt auch sinnvoll sind.

Ich bin kein Web 2.0 Mensch, habe weder irgendwasVZ, Twitter noch sowiesoBuch Accounts. Damit man den Kram optimal nutzen kann bedürfte es ja schon eines Smartphones und ich bin zu geizig neben meiner regulären Internetflat noch mal x € meinem Anbieter jeden Monat in den Rachen zu schmeissen, ist ja nicht so als ob wir nicht schon viel zu viel Zeit vorm PC verbringen würden. Von daheim kann ich auch bequem Emails schreiben, die im Grunde alle Funktionen des Webs 2.0 abdecken (email Verteiler wenn mehrere Leute etwas wissen w-/sollen) und mir ist es egal, wie viele virtuelle Freunde andere Leute haben. Frei nach dem Motto: "Der Bruder des Onkels meines Neffen dritten Grades muss nicht wissen, wie groß mein letzter Haufen war." Ich telefoniere da lieber, da bekomme ich einfach mehr zurück als von einer 140 Zeichen Nachricht. Ich mag auch einfach die Vorstellung nicht, Informationen nur häppchenweise weiterzureichen. Da kommt man nicht vom hundertste ins tausende und führt keine Unterhaltung über Stunden, wie man es doch auch sonst machen würde, wenn man sich normal trifft und das ist in meinen Augen schöne Kommunikation.

Ich bin da zum Beispiel ganz anderer Meinung. Ich finde FB eine großartige Möglichkeit um mit Leuten in losem Kontakt zu bleiben, mit denen man sonst wohl keinen Kontakt mehr hätte - weil eben dieser Teil des "Bekanntenkreises" einfach zu groß werden würde.
Ein von mir immer wieder gern genanntes Beispiel ist ein Bekannter von mir aus Hamburg, den ich seit 2 Jahren nicht mehr gesehen habe. Allerdings habe ich mich damals echt sehr gut mit ihm verstanden und wir haben die Zeit die er in München gearbeitet hat auch sehr viel Kontakt gehabt. Durch FB bekomme ich aber immernoch mit was er so treibt und wo er grade ist (zb hat er eine Europarundreise gemacht - von Portugal bis Moskau: unglaublich viele tolle Bilder!) und umgekehrt gilt das gleiche. Auf die Art werden wir uns sollte er mal nach München kommen oder ich in HH sein natürlich sofort treffen und was utnernehmen. Andernfalls würde sich das vermutlich nicht so offensichtlich und sofort ergeben.
Ähnlich bei einer Freundin von mir, die nach Australien ausgewandert ist - nur dsas da die Wahrscheinlichkeit eines Treffens halt noch geringer ist. Weitere Beispiele sind Freunde/innen von mir, die irgendwo anders zum studieren hingegangen sind.

Das was FB ausmacht, ist nicht die Möglichkeit den Kontakt zu Freunden zu halten die man sowieso jeden Tag sieht (wobei natürlich auch das möglich ist und im Falle meines Freundeskreises auch viel praktiziert wird), nein der Vorteil ist dass man Kontakt zu den Leuten halten kann, die man eben sehr selten sieht und aber halt vllt auch gern mag. Leute bei denen man früher immer gesagt hat "ach Mensch, wie gehts eigentlich dem X, den hab ich ja schon ewig nimmer gesehen - das war eigentlich immer ein super Typ, den müsst ich eigenltich mal wieder anrufen" - nur hat man dann halt doch vllt in 1/10 Fällen wirklich zum Telefon gegriffen.

Das Sammeln von "virtuellen Freunden" halte ich aber für großen Quatsch. Wenn ich sehe, dass ein Kumpel von mir der hier in München im P1 Arbeitet (DIE edeldisco hier) über 1500 Freunde hat, dann kann ich auch nur den Kopf schütteln. Und ich bin mir auch sicher, dass bei meinen ~240 einige "Karteileichen" dabei sind, mit denen ich wirklich nicht mehr wirklich was zu tun habe, oder mit denen ich nie viel zu tun hatte. Aber das sind grob geschätzt vllt 50stk. Und bei einigen davon lese ich irgendwie trotzdem ganz gern was sie so treiben.
Ein Beispiel: Ein Kommilitone einer guten Freundin von mir mit dem ich mal in unserer Karaoke Bar gesungen und gesoffen habe. Hab den seit dem nie wieder gesehen. Aber er hat eine Designberatungsfirma in Oxdord und postet immer wieder Dinge die ihm beim Reisen so auffallen - oft coole Bilder oder irgendwelche Szenen die er beobachtet. Zwar hab ich keinen Kontakt mit ihm, aber an diesen Posts erfreu ich mich trotzdem.
Auch das ist eine der vielen Funktionen, die Social Networks mit sich bringen.

Ich persönlich sehe in Social Networks keine Verkrüppelung der Kommukation, sondern ein weiteres Sinnesorgan, dass man nutzen kann um diese Kommunikation zu erweitern - wobei natürlich jedem freisteht das nicht zu tun.

Ausserdem halte ich es für selbstverständlich für jeden, dass er sein Netzwerk so einrichtet, dass auch nur die Leute Dinge vorgesetzt bekommen, für die sie gedacht sind. So wird von mir niemand (!) der Leute die ich hier aus der Gilde drinn habe einen Post oder ein Bild bekommen, dass für meine Freunde gedacht ist. Und nachdem ich bzgl WoW nunmal über Foren kommuniziere, werde ich auch bei FB nie einen Post für die "WoWler" veröffentlichen. Warum auch?
Dementsrepchend nehme ich zwar die Freundschaftsanfragen die ich von WoWlern bekomme an, schließe sie aber per Konfiguration von meinem wirklichen "Freundeskreis" auf FB aus. Denn das ist einfach eine ganz andere Baustelle.
Genauso würde ich das im Übrigen mit Kollegen handhaben.


In Filmen des letzten Jahrtausends war das einfach toll, so futuristisch, unvorstellbar, und so weit weg wie die fliegenden Skateboards aus Back to the Future... Wenn man das jetzt so sieht - in der Entwicklung vielleicht nur noch wenige Jahre entfernt - dann macht es mir Angst. Was ist mit Orwells (Alb?)Traum 1984 geschehen, der Sorge um den gläsernen Menschen? Haben wir seit "Big Brother" jedwede Berührungsängste mit den neuen Medien & Technologien verloren? Wie soll das in 5 oder 10 Jahren weitergehen?

Darin steckt imho nicht viel mehr Big Brother wie in jedem Smartphone. Letztlich ist es ein konsequenter Schritt zur Technisierung der Menschheit. Und bestimmt nicht der Letzte.
Ich warte schon auf den Chip der unsere Gedanken direkt mit dem Internet verbindet. Ob wir das in unserer Lebensspanne (-> ~2070-2100 je nach medizinschem Fortschritt und Unfallfreiheit?) noch erleben werden? Ich glaube fast schon.
Sicherlich ist ein gewisses MIsstrauen gesund und vllt auch zu einem Teil verloren gegangen. Aber letztlich glaube ich nicht, dass sich der Fortschritt aufhalten lassen wird - regulieren hoffentlich - aber nicht aufhalten.
Sich dagegen zu stellen ist imho ähnlich wie gegen Globalisierung zu sein. Und Globalisierungsgegner stelle ich persönlich immer ein wenig mit Regengegnern gleich. Dagegen sein können sie ja - aber regnen tuts deswegen trotzdem.
Kann mir bitte mal jemand das Wasser reichen?

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Averell

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85

05.04.2012, 18:21

In Filmen des letzten Jahrtausends war das einfach toll, so futuristisch, unvorstellbar, und so weit weg wie die fliegenden Skateboards aus Back to the Future... Wenn man das jetzt so sieht - in der Entwicklung vielleicht nur noch wenige Jahre entfernt - dann macht es mir Angst. Was ist mit Orwells (Alb?)Traum 1984 geschehen, der Sorge um den gläsernen Menschen? Haben wir seit "Big Brother" jedwede Berührungsängste mit den neuen Medien & Technologien verloren? Wie soll das in 5 oder 10 Jahren weitergehen?

Ich hab das Gefühl, man entwickelt mehr Angst vor dem Begriff des "gläsernen Menschen" als vor konkreten Sachverhalten.
"1984" ist doch ein wüstes Mode-Argument genau wie das Geplärre wegen angeblicher Zensur durch Moderation und mangelnder Meinungsfreiheit in Internetforen (Pro-Tipp: Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht gegenüber dem Staat). Zentrale Begriffe in 1984 sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit erstens allgegenwärtige Beobachtung (Ist-Zustand: Man sieht andere Personen auf der Straße; 1984: man kann potenziell überall überwacht werden), zweitens aktive Überwachung durch den Staat (der Staat spielt in der Regel keine Rolle, wenn "1984" als Argument angeschleppt wird), drittens die Kontrolle bzw. Verdummung der zahlenmäßig überwiegenden Unterschicht (was noch die beste Parallele wäre, aber hier wird 1984 NIE als Beispiel genommen).

Der einzige relevante Unterschied zwischen damals und heute (bzw. der Zukunft) ist eine unglaubliche Verbesserung des Gedächtnisses und die Möglichkeit, Informationen besser miteinander verknüpfen zu können. Man hat früher die gleichen Dinge an einem beobachten können wie heute. Im Grunde mehr, weil man früher mehr vor die Tür ging. Nur könnte sich das früher nur die Dorf-Oma merken, die den ganzen Tag am offenen Fenster hockte. Heute versucht man es, automatisch zu tun. Und warum, um die Weltherrschaft an sich reissen zu können? Nein, um schwangeren Frauen mehr Crap verkaufen zu können.


Dass man heute und in Zukunft immer mehr Informationen speichern und verknüpfen kann ist eine unausweichliche Sache, die man auch tun wird. Ich werd es jedenfalls tun, das ist im Grunde mein Spezialgebiet. Man muss sich nicht einreden, dass man einen internetlosen Retro-Haushalt brauchen wird, weil man sonst gedankenkontrolliert wird, sondern man muss sich Gedanken darüber machen, welche Dinge im Grunde normal und ungefährlich sind - nur neu - und welche Dinge einen unter Umständen wirklich aktiv beeinflussen und kontrollieren könnten, an die man bisher nicht gedacht hat.

Einige der Dinge, die in der Hinsicht kritisiert werden liegen unter Umständen näher als man denkt am "was guckst du misch an?" auf der Straße.

Zitat

Man kann diese binäre Betrachtung auch auf andere Bereiche übertragen, nehmen wir zB. mal die aktuelle Diskussion im zuletzt gesehen - Forenthema. Warum müssen wir da 7,354/10 Punkten für einen Film verteilen? Reicht es nicht auch ob er uns gefallen hat oder eben nicht?

Ganz einfach, weil Filme genausowenig nur "gefallen oder nicht" wie es nur "gut und böse" gibt. Das muss man doch hoffentlich nicht weiter erläutern. Eindeutig klassifizieren lassen sich nur bestimmte Merkmale, alles andere ist kontinuierlich. Ist nur die Frage, wie fein man Unterschiede benennen kann. Skalen von 1 bis 10 sind die gebräuchlichsten (s. Schmerzskala. Und die 10/10, die man niemals wirklich auf der Straße sehen wird, wenn du weisst, was ich meine).

Ich komm mir grade vor, als müsste ich begründen, warum die Welt eine Kugel ist.

Zitat

Damit man den Kram optimal nutzen kann bedürfte es ja schon eines Smartphones


Damit man Excel optimal benutzen kann, muss man auch ca 10 Bücher lesen. Man kann es aber auch einfach so starten und Tabellen anlegen.

Zitat

Von daheim kann ich auch bequem Emails schreiben, die im Grunde alle Funktionen des Webs 2.0 abdecken


Eigentlich nicht, weil Emails anlassgebunden sind und eine Ewigkeit brauchen, bis jede Seite seine Mails neu mal abgerufen und bearbeitet hat. Wer nur Mails und Briefe schreibt und sich immer "auf die wichtigen Dinge" konzentrieren will, ist für mich zu ernst für dieses Leben. Redet man dann ausschießlich über Zukunftsplanung, Altersvorsorge und Bausparen? Genausowenig wie man jemanden nur auf ein bestimmtes konkretes Thema ansprechen muss um zu kommunizieren, muss man konkrete Personen adressieren.
Und alles in allem ist FB schließlich nur eine Option, die man graduell nutzen kann. Dass gleich wieder impliziert wird, dass Leute, die FB nutzen plötzlich nicht mehr anders kommunizieren kommt doch wieder nur aus diesem behinderten Schubladendenken.

Zitat

Da kommt man nicht vom hundertste ins tausende und führt keine Unterhaltung über Stunden, wie man es doch auch sonst machen würde, wenn man sich normal trifft und das ist in meinen Augen schöne Kommunikation.


Tja, vielleicht will man auch nicht immer gleich stundenlang mit jemandem reden. Schon allein aus dem Grund, weil das Produkt aus "Konversationslänge" und "Bekannten" nicht in einen Tag rein passt.
25man: "Legen ...wait for it ...dary"
10man: "Legen ...
wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ...wait for it ..."

Bela

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06.04.2012, 12:34

Zum Bewertungssystem:
Die Differenzierung oben raus sehe ich ja noch bedingt ein (je nachdem wie groß das ABER eben ist), aber ob ein Film jetzt nicht sehenswert ist aufgrund schlechter schauspielerischer Leistung, schlechtem Drehbuch oder was auch immer - was kann man
überhaupt mit einer 0/10-4/10 anfangen? Die Kernaussage ist doch im Grunde immer: "Schaut ihn euch nicht an." Ob ich dann noch Pluspunkte dafür gebe, dass Schauspielerin xy blankgezogen oder mir wenigstens der Soundtrack gut gefallen hat spielt doch dann unterm Strich gar keine Rolle, oder doch? Habe auch in der Schule nie verstanden, wo der Sinn in einer 5 oder 6 liegt, ob nun mangelhaft oder ungenügend - durchgefallen ist man doch auf jeden Fall.

Zitat

Krankg: Ich komm mir grade vor, als müsste ich begründen, warum die Welt eine Kugel ist.
Warum sollte man bestehende Systeme nicht mal hinterfragen? Ich kann nun mal nicht jedes Thema googeln bzw. auf Wikipedia nachschlagen und bekomme in annehmbarer Zeit eine befriedigende Antwort. Entstehen nicht viele Formen der interessanteren Unterhaltungen durch eine Frage oder eine Idee?

Zum Thema Facebook:

Zitat

Melian: Ich bin da zum Beispiel ganz anderer Meinung. Ich finde FB eine großartige Möglichkeit um mit Leuten in losem Kontakt zu bleiben, mit denen man sonst wohl keinen Kontakt mehr hätte - weil eben dieser Teil des "Bekanntenkreises" einfach zu groß werden würde. [...] Auf die Art werden wir uns sollte er mal nach München kommen oder ich in HH sein natürlich sofort treffen und was utnernehmen.
Zu großer Bekanntenkreis klingt interessant, aber mit jemanden mit dem ich mich nicht verstehe brauche ich doch aber auch keinen Kontakt halten, auch keinen losen. Ich rufe zB. ehemaligen Kollegen in den ruhigen Nächten an und umgekehrt und wir erzählen uns dann den neusten Tratsch. Wenn ich in alte Regionen fahre melde ich das eben bei den Leuten an, auf die ich gerade Lust habe und irgendwer wird sich schon finden und was mit mir unternehmen.

Zitat

Melian: Das was FB ausmacht, ist nicht die Möglichkeit den Kontakt zu Freunden zu halten die man sowieso jeden Tag sieht (wobei natürlich auch das möglich ist und im Falle meines Freundeskreises auch viel
praktiziert wird), nein der Vorteil ist dass man Kontakt zu den Leuten halten kann, die man eben sehr selten sieht und aber halt vllt auch gernmag. Leute bei denen man früher immer gesagt hat "ach Mensch, wie gehts eigentlich dem X, den hab ich ja schon ewig nimmer gesehen - das war eigentlich immer ein super Typ, den müsst ich eigenltich mal wieder anrufen" - nur hat man dann halt doch vllt in 1/10 Fällen wirklich zum Telefon gegriffen.
Da sind wir wohl einfach ganz andere Typen, ich pflege zB. auch schon seit über 20 Jahren eine Brieffreundschaft nach Kanada und wenn man sich auseinander lebt (sowohl räumlich als auch emotional) nimmt der Kontakt eben ab, damit habe ich kein Problem.

Zitat

Zitat

Da kommt man nicht vom hundertste ins tausende und führt keine Unterhaltung über Stunden, wie man es doch auch sonst machen würde, wenn man sich normal trifft und das ist in meinen Augen schöne Kommunikation.
Krang: Tja, vielleicht will man auch nicht immer gleich stundenlang mit jemandem reden. Schon allein aus dem Grund, weil das Produkt aus "Konversationslänge" und "Bekannten" nicht in einen Tag rein passt.
Vielleicht sollte es da eher heissen "[...] vielleicht will ich auch nicht [...]" und das ist der Knackpunkt an dem Teil der Geschichte, wir sind ja nicht alle gleich kommunikativ.


Zum Thema Fortschritt:

Zitat

Melian: Sicherlich ist ein gewisses MIsstrauen gesund und vllt auch zu einem Teil verloren gegangen. Aber letztlich glaube ich nicht, dass sich der Fortschritt aufhalten lassen wird - regulieren hoffentlich - aber nicht aufhalten.
Aufhalten lässt sich der Fortschritt sicherlich nicht, aber das gesunde Misstrauen möchte ich mir bewahren. Ich werde mir jetzt sicherlich keine Sandalen (+Socken!!) anziehen, Rüben pflanzen und jeden Tag dafür beten, dass ein EMP uns zurück in die Steinzeit befördert :)

Zitat

Krang: [...] aktive Überwachung durch den Staat (der Staat spielt in der Regel keine Rolle, wenn "1984" als Argument angeschleppt wird)
Ob jetzt Google meine Mails mtliest um meine Werbung persönlicher zu gestalten oder das BKA, um mich vor den vielen Terroristen zu schützen -beides greift schon tief in meine Privatsphäre ein. Und ob da nicht ein reger Austausch stattfindet zwischen staatlichen Behörden und den Firmen kann wohl auch fast niemand mit Bestimmtheit sagen (siehe zB. Bezieht Gema Daten von Netcologne?).

edit oder brandaktuell: New York lässt mehrere tausend Spieleaccounts von "sex offenders" löschen, teilnehmende Firmen Microsoft, Apple, Blizzard Entertainment, Electronic Arts, Disney Interactive Media Group, Warner Brothers and Sony.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bela« (06.04.2012, 13:02)


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06.04.2012, 15:56

Zum Bewertungssystem:
Die Differenzierung oben raus sehe ich ja noch bedingt ein (je nachdem wie groß das ABER eben ist), aber ob ein Film jetzt nicht sehenswert ist aufgrund schlechter schauspielerischer Leistung, schlechtem Drehbuch oder was auch immer - was kann man überhaupt mit einer 0/10-4/10 anfangen? Die Kernaussage ist doch im Grunde immer: "Schaut ihn euch nicht an."


Naja, eben nicht. Vielleicht kann man nen 3er oder 4er noch anschaun, wenn man im Suff ist oder sonstwie in der Laune auf nen nicht ganz so guten Film. Und vor allem - wie soll ein anderer bestimmen, ob ich nen Film schaue oder nicht? Die Entscheidung, ob man nen Film schaut trifft man u.A. eben anhand der differenzierten Bewertung anderer. Wer da nur sagt "gut, nicht gut, gut", dessen Bewertung kann man dem Hasen geben.
Und am Ende isses ja nicht so, als wenn ne Bewertung von 1-10 mehr Ressourcen braucht als 1-2 oder 1-3 und man sparen muss. Man kann aus einer Bewertung zwischen 1-10 eine binäre Entscheidung fällen, aber man kann aus einer binären Bewertung keine detaillierten Informationen mehr über die Güte entnehmen.

Zitat

Warum sollte man bestehende Systeme nicht mal hinterfragen? Ich kann nun mal nicht jedes Thema googeln bzw. auf Wikipedia nachschlagen und bekomme in annehmbarer Zeit eine befriedigende Antwort. Entstehen nicht viele Formen der interessanteren Unterhaltungen durch eine Frage oder eine Idee?


Dass nicht alles in der Welt bipolar ist, ist eine Sache, die sich leider nicht mal ausreichend verbreitet hat. Das ist der Ursprung allen Übels. Konflikte und unnötige Diskussionen entstehen deshalb, weil zu einem Thema polarisiert wird, man jeden anderen Gesprächsteilnehmer in eine von beiden Ecken drückt. Was in Wahrheit im Grunde einfach eine andere Ausprägung einer Meinung ist oder jemand die gleichen Ziele hat, nur andere Schlüsse zieht, wird als diametral entgegengesetzte Ansicht und damit nicht mehr nachvollziehbar und entartet angesehen. Damit ist die Gegenseite freigegeben für alle Geschütze, denn sie verkörpert das Böse.

Zitat

Zu großer Bekanntenkreis klingt interessant, aber mit jemanden mit dem ich mich nicht verstehe brauche ich doch aber auch keinen Kontakt halten, auch keinen losen.


Da isses schon wieder. Du scheinst anzunehmem, dass es nichts anderes gibt als die 5 besten Freunde und Feinde. Es gibt auch dazwischen was und mit 30 Leuten KANN man nicht stundenlang telefonieren, weil der Tag nur 24 Stunden hat. Ich würd dich auch nicht einfach mal so anrufen, kannste knicken; aber dennoch wäre hier und da mal was schreiben besser als gar kein Kontakt.
Facebook ist da eben eine von vielen unterschiedlichen Möglichkeiten neben Telefon, Instant Messenger, Games, Briefe, Email, gezielter Zusammenkunft, nebenläufigem Kontakt und zufälligem kurzen Treffen. Facebook ist ein Resultat der Globalisierung von Freundschaften und Bekanntschaften.


Zitat

Ob jetzt Google meine Mails mtliest um meine Werbung persönlicher zu gestalten oder das BKA, um mich vor den vielen Terroristen zu schützen -beides greift schon tief in meine Privatsphäre ein. Und ob da nicht ein reger Austausch stattfindet zwischen staatlichen Behörden und den Firmen kann wohl auch fast niemand mit Bestimmtheit sagen (siehe zB. Bezieht Gema Daten von Netcologne?).


Wir waren eigentlich bei Augmented Reality-Brillen und bei Facebook. Aber zu Google: Da werden einfach unpassende Analogien geschlossen (Post, Geheimnis, darf man nicht). Google ist erstens keine staatliche Instanz, die dich kontrollieren will. Google ist auch nicht böse, weil sie nach meiner Vermutung nicht einfach elementare Gesetze wie das Briefgeheimnis übertreten. Warum tun sie das nicht? Weil Emails prinzipiell immer lesbar sind, wenn sie verschickt werden. Das ist ein uraltes, gammeliges, überholtes Klartextprotokoll.
Man verbietet nicht das Lesen von Emails weil es genauso wenig Sinn machen würde wie einem Postboten vorzuschreiben, bei Postkarten die Augen zu schließen. Wenn es geheim bleiben soll, mach nen Umschlag drum. Nutz PGP oder denk dir ein anderes Protokoll aus. Dann kann man damit anfangen, Gesetze auf Emails anzupassen.

Was deine Post betrifft, wird sie schon ewig (physisch) geöffnet, wenn du sie über die Grenzen verschickst und sie verdächtig aussieht. Oder wenn weisses Pulver rausrieselt.
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10man: "Legen ...
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06.04.2012, 20:25

Auch vor Facebook konnte quasi jeder alles über mich wissen , er musste dafür nur entsprechende Mittel zur Verfügung stellen z.B. für nen Detektiv , das E-Plus Sachbearbeiter Schmiergeld oder für nen Spionagesatelliten. Mit Facebook muss er "nur" ein bisschen rum hacken oder jemand beim CIA kennen und bekommt dafür Infos aus erster Hand, direkt von mir selbst und zwar ohne das er sein Bett verlassen muss. Ich finde das ist ein riesiger Unterschied.
Als ich mit ~15 das erste mal im Internet unterwegs war , mit Modem , nachts wenn keiner mehr telefonieren wollte , die erste Domain bestellt war und mir dann InternetFreakBekannterXY anhand der url sagen konnte wo ich wohne , wie meine Eltern heißen und wie meine Telefonnummer lautet , da wollte ich das schon nicht. Oder später als man mit zitieren der Browserhistory den Kumpels einen roten Kopf verpassen konnte - das ist alles harmlos im Vergleich zu dem was heute möglich ist.
Ganz unabhängig davon finde ich es auch albern wenn ich "Facebook ueber-Nutzer" erlebe, die sich ohne FB nicht zum Eis essen verabreden wollen oder total traurig sind das sie nicht auf die leichte Art herausfinden können ob man Single ist.

Inzwischen bekomme ich Null Spam Mails; wenn man mich googlet findet man nichts , wenn man ein Passwort von mir kennt , dann kennt man ein Passwort. Erfahrungsgemäß gehöre ich damit zu einer Minderheit. Alles was ich vermeide an möglichen Quellen von mir leicht zugänglich zu machen nutze ich ausgiebig bei Bedarf dort wo ich diese Quellen habe. Imo hab ich damit einen allgemeinen Vorteil den ich u.a. Personalchef ,Discobekanntschaft XY oder sonst wem nicht unbedingt und ohne mein wissen einräumen mag.
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Sodie

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90

17.04.2012, 12:17

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