Hey Ixo,
ich habe immer Inflation + Soli + Steuern in einen Topf
geworfen und mit round about 30% dafür gerechnet, mit deinen "real eher
7%" Inflation wären wir dann da sogar schon drüber. Wenn du es wirklich
über ein gesichertes Bankkonto machen möchtest und zB. als Ziel: 50k pA
ansetzt wären bei 2% Zins schon über 50% mehr (1.53 Mio) nötig vor Abzügen.
Bei der Größenordnung habe ich jetzt eher an ein Depot gedacht, da ist
auch nach Courtage und Abschlägen noch eine effektive Rendite von 4%+
(ausgehend von 8% Vorgabe) über einen fairen Zeitraum möglich und ich
käme trotz der 30% Abzüge noch auf die gewünschte Summe. Aber vielleicht setze ich da die Vorgabe zu hoch und die Courtage zu niedrig an, sind für mich nur Gedankenkonstrukte mit denen ich mich halt auch nicht jeden Tag auseinandersetzen muss.
8k Versicherung pA, 40% Anstieg im Alter: einer der Gründe, warum mich die PKV abschreckt. Wäre natürlich nicht ganz verkehrt in Hinblick auf den Nachwuchs, aber die laufenden Kosten sind immens. Und wo wir gerade bei Versicherungen sind, wenn ich nur von den Zinsen leben mag - dann müsste doch eigentlich auch die RV noch mal ihren ~20% Obulus haben wollen, oder nicht? Ein Grund aus Deutschland zu verduften.
- "Inflation + Soli + Steuern" - meinst Du damit Steuern auf den Kapitalertrag? Der ist seit 2009 entfallen, mit den 25 % + Soli ist jetzt alles abgegolten.
- Meinst Du mit Steuern Einkommenssteuer? Wer zahlt denn nur 30% Steuern?
oder stehe ich grad aufm Schlauch?
PKV mit 680 € im Monat hört sich viel an ist aber in etwa gleich dem Beitrag der GKV den ich zahlen müsste nämlich
592,88 Euro + Pflegeversicherung von 74,59 Euro bzw. 84,15 Euro für Kinderlose = 677,33 € für Kinderlose.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Tatsache, dass man in der PKV als Arbeitnehmer knapp unter der Hälfte vom Arbeitgeber bekommt (wie in der GKV auch) aber wenn man nicht arbeitet (Rente, arbeitslos, krank...) den gesamten Betrag selbst voll bezahlen muss, während man in der GKV immer nur den Arbeitnehmeranteil zahlt, was natürlich gerade in der Rente mit geringerem Einkommen ein wichtiger Aspekt ist.
Übrigens können die 40% Anstieg deutlich zu gering angesetzt sein... und ja, das ist ein harter Faktor bei dem man sich überlegt, ob man sich die PKV im Alter leisten möchte oder kann. Das heißt ja, dass man mit KV + Miete + Lebenshaltung, schon mal >2,5k € nur zum Überleben braucht... eingezahlt habe ich das (und muss ich noch) dicke aber ob das aber unser Rentensystem spääter hergibt? ...das glaubt wohl heute keiner mehr.
Zurück zum Anlagethema:
Wenn Du Dich aktiv um Dein Portfolio kümmerst ist im Schnitt über die Jahre 5% effektive Rendite drin. Damit kann man sprtlich gesehen auch mal 30-50% Verlust eingerechnen. Wenn man ehrlich ist, muss man das aber aufschlagen. Das hängt von der Anlagemethode ab. Und dafür ist wie ich bereits andeutete eine aktive Verwaltung erforderlich, die ich auch keiner Privatbank anvertrauen würde. Halbwegs gesichert, darfst Du nicht mehr als ein Drittel in die so interessanten aber auch gefährlichen Aktien(Produkte/Derivate) stecken. Damit sicherst Du den Ertrag zwar, abert senkst auch die Rendite singifikant, Inmobilien zB werfen meist extrem wenig ab und rechtfertigen sich neben aus der Sicherheit meist erst durch Wertzuwachs, jedoch nicht an den regelmäßigen Erträgen.
Wie immer Du Dich drehst, ab 3 Mio erscheint es möglich... aber Du erkennst, dass Du dann ohne jeden Puffer agierst und die Gefahr groß ist, dass die Summe schmilzt wie ein Eisberg im Mittelmeer. Ab 4-5 Mio € wird es interessant.
Natürlich stellt sich immer die Frage, was Deine Zielgröße für den monatlichen Ertrag ist. Nur glaube mir, dass man mehr braucht als die meisten glauben. Das Unterhalten der erforderlichen Infrastruktur kostet eine Menge Geld... was der durchschnittliche Deutsche, der für sein Konto nichts zahlt kaum nachvollziehen mag. Und damit meine ich nicht nur Konto/Depot-Gebühren, da kommt eine Menge rein.
Die von Dir angesprochenen 50k per Anno als Zielgröße funktionieren meines Erachtens nicht, da Du die Inflation mit effektiven 7% noch drauf rechnen musst. Und jetzt kommt das fiese, willst du effektiv über 2% Rendite hinaus, musst Du wahrscheinlich in Regionen investieren, in denen die Inflation deutlich zweistellig ist. Das kann man absichern, frisst aber dann die Rendite. Fakt ist, Du müsstest mit Deiner Zielgröße 50k € effektiv (von dem man leidlich leben kann, bedenke Unwägbarkeiten und nicht 50/12 als netto), noch 70k drauf rechnen. Damit wärst Du nur zum Inflationsausgleich schon bei erforderlichen 120k effektive Rendite und das sind dann grad mal Deine angestrebten 50K und dabei sind noch keine nötigen Puffer für Verluste, schlechte Zeiten oder Sonderausgaben drin.
Insgesamt ein schönes Thema fürs Lagerfeuer beim GT mit Bierchen in der Hand.
PS: und ja ich stimme Dir zu, weg ais Deutschland ist fast die einzige Lösung für das Alters-Dilemma