Lautstärke & Lärm messen

  • Ein Weg Krach zu messen, um die Lautstärke diverser Geräte seriös angeben zu können... aus den c't Labs.
    Vielleicht zeigt es auch wie ernstzunehmende Analyse und Messverfahren gestaltet werden... und erklärt im gleichen Wege warum ich mehr Wert auf das eine Ergebnis denn das andere lege.


    Wie auch immer man eine solche Darstellung nun interpretiert oder für sich wertet, interessant und lesenwert finde ich sie allemal - und ich hoffe Ihr ebenso.


    "Krach lässt sich weitaus leichter erzeugen als messen, jedenfalls wenn letzteres einigermaßen genau, aussagekräftig und reproduzierbar gelingen soll. Zur präzisen Messung braucht man nämlich nicht bloß ein ordentliches Messgerät, sondern auch genau definierte Messverfahren, erfahrene Techniker und vor allem:..."


    http://www.heise.de/ct/artikel…genau-messen-1960778.html



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    Im Erdgeschoss des Verlagsgebäudes wurde ein fensterloser Innenraum mit speziellen Trockenbauwänden und schalldämmenden Türen eingebaut. Dazu mussten unter anderem Lüftungsrohre und elektrische Installationskanäle umgelegt werden. Sogar der Estrich wurde aufgeschlitzt, um Trittschall abzufangen. Der abgeschottete Raum braucht dann wiederum ein Kühlgerät für den Hochsommer, weil vergleichbare Messungen nur bei ungefähr gleichen Temperaturen möglich sind – mit zunehmender Hitze drehen die Lüfter von Desktop-PCs und Notebooks schneller, also lauter. Damit das Kältegerät die Messung aber nicht stört, kann man es für die Dauer der Messung abschalten.


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    In der c't veröffentlichen wir meistens keine Schalldruckpegel in der "Einheit" dBA, sondern die "Lautheit" in Sone. Unserer Meinung nach erlaubt die Sone-Skala eine leichtere Bewertung von PC-Lärm: Die Bewertung ist noch besser an das menschliche Gehör angepasst als die dBA-"Terzbänder" und die Skala verläuft linear. Doppelter Sone-Wert bedeutet also doppelt so laut.


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    Das Umrechnen von der dBA- in die Sone-Skala ist nicht ohne Weiteres möglich, weil Frequenzbereiche unterschiedlich bewertet werden. Wie sehr der Schall eines Gerätes stört, hängt in der Praxis von vielen individuellen Faktoren ab: Läuft der Computer oft unter hoher Last oder eher selten? Steht er unter oder auf dem Tisch? Reflektieren Wand, Parkettboden oder Tischplatte Störgeräusche in Richtung des Benutzers oder schluckt ein Teppichboden den Schall? Bei Notebooks beeinflusst schon der Öffnungswinkel des Displays die Schallabstrahlung.